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Historisches:
Das
Gebäude des heutigen „WirtzHauses“ wurde Ende des 19. Jahrhunderts
als Gaststätte und
Kolonialwarenhandel
erbaut, und unter dem Namen „Zur Krone“ betrieben. Der Kolonialwarenhandel
befand sich im Bereich der heutigen „Blechdose“.
1931 kauften Gertrud
und
Norbert Wirtz das Gebäude von Johann Hausen, und betrieben es ab diesem
Zeitpunkt
unter
dem Namen „Im Krug zum grünen Kranze“.
Seither befindet
sich das Gebäude
im Besitz der Familie Wirtz. Im
ehemaligen großen Saal, in dem sich heute die sanitären Anlagen, die Küche,
und der kleine
Saal befinden, fanden damals Tanzfeste und Veranstaltungen der Keldenicher
Vereine statt.
Hierzu zählte die Junggesellen Männerei, der Theaterverein, der
Tambourchor und der
Kriegerverein,
der entlang der Sechtemerstrasse eine Schiessbahn betrieb. Auf der
kleinen Bühne
im Saal, die bis 1997 erhalten blieb, spielte und probte auch die
Keldenicher Theatergruppe.
Es fanden jährlich zwei Aufführungen statt, am zweiten Weihnachtstag,
und am
Halbfast ( Tag an dem die Hälfte der Fastenzeit vorüber war ), da während
der Fastenzeit keine
Tanzveranstaltungen stattfinden durften. Zu solchen Gelegenheiten spielte
auch die Kapelle
auf, die ihren Platz auf der Empore an der Stirnseite des Saal fand. Deren Verankerungen
wurden bei
den umfangreichen Sanierungsarbeiten 1997 wieder entdeckt. In der
Zeit zwischen dem Anfang des ersten und Ende des zweiten Weltkriegs diente
der Saal als provisorische
Schule, als Unterkunft für Arbeiter die beim Bau der Union Kraftstoff beschäftigt
waren, und als Lager für durchziehende Soldaten der Wehrmacht. Vom Saal
aus
konnte
man damals direkt den kleinen Weinkeller betreten, der noch heute erhalten
ist, aber aufgrund
seiner geringen Größe und des ungünstigen Zugangs, nicht mehr genutzt
wird. Nachdem
1940 die Gastronomie an die Familie Meermagen verpachtet wurde, wurde Sie unmittelbar
nach Ende des zweiten Weltkriegs wieder von Gertrud und Norbert Wirtz betrieben.
Aus dieser Zeit stammt auch die Schankgenehmigung, die durch die
Amerikaner ausgestellt
wurde. Der kurz darauf eingesetzte neue Pächter Paul Nesseler, führte
sie als Gastronomie
mit angeschlossener Metzgerei, die ihre Verkaufsräume in den Räumlichkeiten
des
ehemaligen Kolonialwarenhandels fand. Der darauf folgende Pächter Theisen´s
Büb änderte
den Namen in „Haus Keldenich“.
Bis
nach dem zweiten Weltkrieg blieb die Kegelbahn, deren Kegelhäuschen noch
heute steht, in
Betrieb. Während der Kirmeszeit in Keldenich wurde die Kegelbahn
unterverpachtet, und das
Kirmeskegeln ausgerichtet. Aus dieser Zeit rührt auch die bis heute
gepflegte Keldenicher
Tradition
des Kirmeskegelns. In der Nachkriegszeit verfiel die Kegelbahn, und wurde
bis in die
70er Jahre als Gewächshaus genutzt.
1969
wurde die Gaststätte mit Saal renoviert, und dann an den Getränkehandel
Richartz verpachtet.
Aus dieser Zeit stammt der Begriff des Gertrudenzimmers, in den das
ehemalige grüne
Zimmer als Andenken an Gertrud Wirtz umgetauft wurde.
Nicht
ganz 30 Jahre später wurde das gesamte Objekt entkernt und saniert und in
seiner heutigen
Form
wieder als Gastronomie unter dem Namen „WirtzHaus“ in Betrieb
genommen. Seit 1998
wird
die Gastronomie wieder durch die Familie Wirtz in eigener Regie geführt.
Im
Bereich des heutigen Biergarten standen bis 1997 diverse Schuppen, die
ursprünglich als Stallungen
dienten. Deren Abriss schaffte Platz für den neu angelegten Biergarten,
mit seiner Feldbrandsteinmauer.
Die benötigten 20.000 Steine zum Neuaufbau dieser Umfriedung wurde ausnahmslos
aus den Abbruchresten der Schuppen gewonnen.
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